Krank zur Arbeit: Warum Präsentismus mehr schadet als nützt
Gesundheitsschutz

Krank zur Arbeit: Warum Präsentismus mehr schadet als nützt

Der Kopf dröhnt, die Nase ist zu und der Husten kaum zu unterdrücken – und dennoch schleppen sich Menschen mit diesen offensichtlichen Krankheitssymptomen tagein tagaus zur Arbeit. Dass dieses falsche Pflichtbewusstsein nicht nur dem Betroffenen selbst, sondern auch Kolleginnen und Kollegen teils erheblich schaden kann, muss offen angesprochen werden. Nicht zuletzt in medizinischen Betrieben wie Arztpraxen und Apotheken sollte entsprechende Aufklärungsarbeit geleistet werden, damit kranke Kolleginnen und Kollegen nicht auf die Idee kommen, arbeiten zu gehen.

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Präsentismus – das neue Krankfeiern?

Der sogenannte Präsentismus, der das Phänomen krank zu arbeiten beschreibt, ist in Deutschland weit verbreitet. So zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes aus dem Jahr 2021  gaben 48 Prozent der Befragten an, dass sie im vergangenen Jahr mindestens einmal krank zur Arbeit erschienen seien. Auf den ersten Blick mag es löblich wirken, dass der oder die Angestellte trotz Krankheit seiner beruflichen Tätigkeit nachgeht. Gründe, die ihn bzw. sie dazu antreiben, gibt es schließlich viele: So will man seinen Chef nicht enttäuschen, fürchtet um die Vertragsverlängerung oder möchte die Kolleginnen und Kollegen nicht hängen lassen.

Weshalb Krank zur Arbeit gehen nichts bringt

Auch wenn man grundsätzlich nicht ganz falsch mit der Vermutung liegt, dass der Arbeitgeber über eine Krankschreibung nicht erfreut sein wird, tut man diesem mindestens genauso wenig einen Gefallen damit, sich trotz mangelnder Gesundheit ins Büro zu schleppen. Zunächst muss beachtet werden, dass man eine Krankheit leicht verschleppen kann, wenn man diese nicht vollständig auskuriert, so dass man früher oder später doch dazu gezwungen sein wird, das Bett zu hüten. Im schlimmsten Fall kann dieser falsche Arbeitseifer sogar in einer chronischen Erkrankung münden.

Außerdem ist die Leistungsfähigkeit des Einzelnen im Krankheitsfall häufig stark eingeschränkt. Die Fehlerquote steigt merklich und aus vermindertem Konzentrationsvermögen resultierende Arbeitsunfälle können nicht ausgeschlossen werden. Auch für Kolleginnen und Kollegen stellen kranke Mitarbeitende ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko dar, da die Infektionsgefahr gerade in den ersten beiden Tagen einer Erkrankung am höchsten ist. Dass der Chef wenig davon hat, wenn die halbe Belegschaft am Ende das Bett hüten muss, ist einleuchtend.

Durchschnittlich 2.400 Euro gehen einem Unternehmen  pro Jahr an einen Angestellten verloren, der sich trotz Krankheit zur Arbeit schleppt. Wer stattdessen zu Hause bleibt, um sich in Ruhe auszukurieren, verursacht gerade einmal die Hälfte der Kosten.

Krank zur Arbeit

Wer sich nicht gut fühlt, sollte das Bett hüten statt krank zur Arbeit zu gehen.

Krank zur Arbeit gehen sollte nicht belohnt werden

Gerade in sozialen Berufen und hier vorrangig bei Frauen lässt sich Präsentismus besonders häufig beobachten. So betonen Krankenpflegerinnen, die ohnehin enormen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt sind, dass sie Kolleginnen und Kollegen, nicht zuletzt aber auch Patientinnen und Patienten nicht im Stich lassen können.

Arbeitgeber, aber auch behandelnde Ärztinnen und Ärzte sind hier angehalten, Betroffene über die negativen Folgen ihres Handelns aufzuklären und ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass eine Auszeit die sinnvollere Alternative ist. Noch immer hält sich das Bild vom unermüdlichen Mitarbeiter, der sich von nichts und niemandem unterkriegen lässt, hartnäckig. Aktionen wie die Einführung einer Prämie für Angestellte, die im Jahr keinen einzigen Tag fehlen, spornen Erwerbstätige zusätzlich an, trotz mangelnder Gesundheit dem Beruf nachzugehen. Ein Umdenken in der Gesellschaft ist unerlässlich, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und ein für alle Mal mit dem Gedanken abzuschließen, dass ein Mitarbeiter, der sich krankschreiben lässt, nur zu faul zum arbeiten sei.

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